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Denn eine kritische Betrachtung der konventionellen Wirtschaftsweise auf dem elterlichen Hof erbrachte folgendes: Intensive Hähnchenmast: sehr viele Tiere auf engem Raum, kein Tageslicht, kein Auslauf hoher Energiebedarf, schlechte Arbeitsbedingungen, industrielles Fertigfutter - zum Teil aus der 3. Welt importiert (Soja aus Brasilien) mit den bekannten verheerenden Folgen für die dortigen Kleinbauern – Bullenmast: mit Vollspaltenboden d.h. die Tiere liegen auf Beton, kein Auslauf, wenig Platz, Futter enthält ebenfalls Sojaschrot Ackerbau: sehr hoher Silomaisanteil (als Futter für die Mastbullen), deshalb Bodenverdichtung, hoher Herbizideinsatz Bilanz: der Hof war konventionell gut geführt und ökonomisch erfolgreich, aber verbesserungswürdig in Punkto artgerechte Tierhaltung und Auswirkungen auf Menschen in der 3. Welt und die Umwelt. Um den Anspruch zu erfüllen, möglichst umwelt-, tier-, menschengerecht zu wirtschaften und weiterhin von dem Hof leben zu können, schien der Bio-Anbau die einzige Chance zu sein. Einen für die ökologische Landwirtschaft so ungeeignet scheinenden Betrieb umzustellen, das wurde so zum Thema für die anstehende Diplomarbeit und der Betrieb von vorne bis hinten durchgerechnet. Das Ergebnis sah auf dem Papier ganz gut aus. Die zunächst skeptischen Eltern ließen sich überzeugen, dem Sohn eine Chance zu geben, und damit konnte man loslegen…. |
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